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u) George Fox und andere Quäker: Erklärung an Karl II. 1660




Unser Zeugnis für die ganze Welt: Tun, was dem Frieden dient.

George Fox und andere Quäker überreichten – als erbitterte Bürgerkriege ihr Volk zerrissen – 1660 Karl II. diese
„Erklärung.
Unser Grundsatz und unsere Praxis sind heute wie früher, dem Guten und dem Wohl aller nachzugehen und das zu tun, was dem Frieden dient.
Allen Krieg und Streit sowie Kampf mit äußeren, verletzenden Waffen, gleich zu welchem Zweck und unter welchem Vorwand, lehnen wir entschieden ab; dies ist unser Zeugnis für die ganze Welt. Der Geist Christi, von dem wir geführt werden, ist nicht wandelbar, so dass er uns einmal von etwas als schlecht abhält und uns ein anderes Mal gebietet, es doch zu tun; wir wissen sicher und bezeugen es der Welt, dass der Geist Christi, der uns zur Wahrheit weist, uns nie veranlassen wird, gegen irgendjemanden mit verletzenden Waffen zu kämpfen – nicht für sein Reich und auch nicht für die Reiche dieser Welt.
Unser Bestreben war stets, in der Praxis nicht zu verleugnen, wozu wir uns im Grundsatz bekennen; sondern in Aufrichtigkeit und Wahrheit und gemäß Gottes Wort haben wir uns bemüht, uns nur als das zu zeigen, was wir sind; auf dass wir und unsere Lebensweise sich in die Herzen der Menschen einprägen ...
Denn dieses wünschen und erwarten wir inständig,
- dass die Reiche dieser Welt zu Gottes und Jesu Reich werden, weil wir Menschen das unsere tun, um die göttliche Kraft reale Wirklichkeit werden zu lassen.
- dass göttlicher Geist und Wahrheit unserem Leben Maß und Richtung geben,
- dass dementsprechend alle Menschen der verschiedensten Ansichten und gesellschaftlichen Gruppen zu Liebe und Einheit mit Gott und untereinander finden,
- so dass alle miteinander die prophetische Vision wahrmachen: "Kein Volk wird gegen ein anderes Volk das Schwert erheben" (Jesaja 2.4)
Unsere Waffen sind geistig und nicht materiell. Unsere Schwerter sind zerbrochen zu Pflugscharen und unsere Speere zu Sicheln, wie es prophezeit worden ist. Daher können wir nicht länger Krieg erlernen, noch uns mit verletzenden Waffen wehren (Micha 4.3) ...
Was immer wir von den Menschen an guten Taten erwarten, das wollen wir ihnen tun. Darin liegt das ganze Gesetz Gottes und die Botschaft der Propheten.“
[aus: Quäker heute, S. 65. Bad Pyrmont 2003]