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p) Mein Vertrauen auf Jesus und seinen Vater



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Antworten auf Fragen (Juni 1998)

A Welches sind unaufgebbare Glaubensüberzeugungen für mich?

1. Vertrauen (Liebe) zu Jesus a) als meinem Gottesbild, meinem Du, in dem der Vater und der Heilige Geist gegenwärtig sind; b) als meinem Menschenbild als Ich, als Person; c) seinem Reden und Handeln, Leben, Sterben und Auferstehen;
2. Vertrauen, dass Jesus mir hilft, ihn in den Evangelien wahrzunehmen, zu verstehen und mich an ihm zu orientieren im Glauben, Denken und Leben;
3. Vertrauen (Liebe) auf mich: a) als Schöpfung (Kind) Gottes; b) als Ich und als Gottes Bild und als Du Gottes; c) berufen als begabt und fähig, sein Zeuge zu sein in allen Lebensbereichen;
4. Vertrauen (Liebe) gegenüber jedem Menschen, dass er durch Jesus geschaffen, gewollt, geliebt und berufen ist, Mensch zu werden wie ich; auch gegenüber mir selbst und/oder Jesus gegenüber noch feindlich gesinnten Menschen oder Gottentfremdeten – Hoffnung für jeden.
5. Vertrauen, dass alle Verheißungen Jesu in Erfüllung gehen – Hoffnung für die Zukunft.

B Wie komme ich darauf (Glaubensvorbilder?) und weshalb sind sie mir so wichtig?

Das Suchen nach der Mitte der Bibel, Dietrich Bonhoeffers Gedanken, therapeutische Seelsorge und Lebenserfahrung ließen langsam in mir Überzeugungen wachsen, durch die Angst und Misstrauen gegen mich, andere und Gott langsam überwunden wurden und ich froh und zuversichtlich geworden bin, worin ich meinen Weg bestätigt sehe.

C Welche Rolle spielen diese Überzeugungen in meiner Seelsorgearbeit?

Sie bestimmen meine Beziehung zum Klienten: Mein Vertrauen zu ihm, meine Hoffnung für ihn, meine Freude am und meinen Humor im Gespräch.

[(formuliert für ein Gruppengespräch im Integrationskurs, Juni 1998]

Dieser Text ist verfasst von Wilhelm Prasse (Villingen-Schwenningen, D).
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